segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

10 Bäche und Teiche im Regenwald- Ökosystem Igarapé
















10 Bäche und Teiche im Regenwald- Ökosystem Igarapé

„Klunk, klank, klink, klunk“, irgendwie klingt es fröhlich, auch wenn es nur erschallt, wenn es zu nieseln oder gar zu regen beginnt, oder beim Einnachten. Es sind Frösche und Kröten, die unsichtbar, irgendwo draußen in den dunklen, nachtschwarzen „Igarapés” singen, blöcken oder quaken. Igarapés“ sind eine Art amazonischer Sumpflandschaft inmitten des Regenwaldes. Sie werden ständig von einem fein verästelten Flusssystem durchflossen, dessen Wasser kaum ansteigen. Es ist bräunlich-klares Wasser, das sich durch den Halbschatten windet, gefiltert von fächrigen Palmwedelfingern. Fast scheint es stillzustehen, und doch kommt es von irgendwoher, fließt irgendwo hin. In Igarapés dringt man am besten per Kanu ein. Hin und wieder weiten sich die stillen Bäche plötzlich zu geheimnisvollen Teichen oder stehenden Wassern, auf denen eine eigene Flora gedeiht. Die einheimische Bevölkerung planscht sehr gerne in diesen natürlichen Becken. Manche haben den Ruf „eiskalt“ zu sein, perfekt um einen Kater auszukurieren. Hat man Glück, dümpeln riesige, perfektrunde Seerosenblätter der „Vitoria Regia“, zu Ehren Königin Viktorias so genannt, darin. Wenn sich ihre starken, riesigen Teller mit dem aufgeworfenen Rand von der Mitte her auffalten, kann man das komplizierte Luftkammersystem sehen, das ihnen erlaubt, schwerelos auf der Wasseroberfläche zu fluten. Hie und da öffnet sich auch eine prall-dicke Knospe zu einer strahlend rosa-weißen Blüte. Andere Wasserpflanzen, von eigenartiger Schönheit, zeigen filigrane Spitzenmuster, die an arabische Mosaike oder geometrische Scherenschnitte erinnern. Zusammen mit den fragilen Wassergräsern, deren flexible Haare sich elastisch und schwerelos der kaum bemerkbaren Strömung anvertrauen, formen sie immer neue, kunstvoll geflutete Teppiche, eigentliche Unterwasserkunstwerke. 

Nenhum comentário:

Postar um comentário