9 Curupira, der Beschützer des Regenwalds
Die Fußabdrücke im Sand,
Kinderfüße... könnten gar dem Curupira gehören! Der Curupira gilt als Wächter
der Regenwälder! Er ist ein kleiner Indiojunge mit Feuerhaar, einem Auge mitten
auf der Stirn und blauen Zähnen. Seine Füße seien ihm, nicht nach vorne,
sondern nach hinten gewachsen. Beschützer all derer, die sich dem Wald mit
heeren Motiven nähern, wird er zum fürchterlichen Rächer, will man sein Reich zerstören.
Stößt schauerliche Pfeiftöne und dumpfe Laute aus, zaubert gar Traumbilder und
Fata Morganas her, bis der Bösewicht so verwirrt ist, dass er in die Irre geht,
immer im Kreis. Wer ihm entkomme, lasse gar einen Teil seines Selbsts im Urwald
zurück. Werde ein anderer, für immer Gezeichneter. Zwar nur eine der vielen
schönen Lenden der Indios, aber im Kern allzu wahr - der komplexe Regenwald
heischt Respekt. Wer schon Mitten drin war, wo es so gleichförmig ist, dass man
sich problemlos verlieren kann, erzählt von heiligen Schaudern, die auch Handy
und GPS, falls sie überhaupt funktionieren, es gibt zu viele Funklöcher, nicht
abwenden. Nicht zu vergessen all die kleinen, ekligen Insektenstiche, Kratzer,
kleinen Schnittwunden, Bisse, Schrammen und Prellungen, die sich langsam
entzünden, schrecklich jucken, die Glieder anschwellen lassen, wenn man nicht
Opfer einer schimmern Infektion wird. Wer es nicht schaffe, sterbe weder an
Hunger noch an Durst, sagen sie, sondern am nicht ersetzten Verlust jener Salze,
die ständig zusammen mit dem Schweiß ausgeschieden werden.
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