segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

14 Ströme, Meere, Weißwasserflüsse


























14 Ströme, Meere, Weißwasserflüsse

Am paradiesischsten, das heißt unberührtesten scheint der Regenwald immer dann, wenn die überbordenden Regen, Wassermassen über Wassermassen, Regenschauer nach tropischen Regenschauern, unbemerkt den feinen Schnitt wegwaschen, der da am Horizont die Meere und Meere schlammig-grauen Wassers von den Himmeln und Himmeln schlammig-grauen Wassers schneidet und alles hinter fadenfeinen Wischstrichen verschwindet. Faszinierend fremde Welt der amazonischen Weiß-, Falb- und Schwarzwasserflüsse, so benannt nach ihrer Optik. Träge und schmutzig wälzen sich die Riesenströme Solimões, Madeira und Amazonas dahin. Europäischen Augen erscheinen ihre Weißwasser genannten Fluten dreckig und verschmutzt. Ihre trübe, lehmig Farbe signalisiert aber nur, dass sie in ihren Wassern vielerlei Sedimente und Erde mitschwemmen. Sie haben gerade deswegen die reichste Flora und Fauna. So ist zum Beispiel der Rio Madeira bekannt für seinen Fischreichtum, aber auch für seine Tücken. Mehr als ein Schiffer soll auf dem Fluss schlafen gegangen sein und auf dem Festland aufgewacht - der Fluss hatte in der Nacht sein Bett gewechselt. Interessant auch die schwimmenden Grasinseln, Matupá genannt, die sich immer wieder von den steil abfallenden Ufern loslösen, Eigenleben entwickeln und lautlos riesig flussabwärts schwimmen.



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