segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

15 Dunkeltransparent wie Tee - Schwarzwasser











15 Dunkeltransparent wie Tee - Schwarzwasser

Steckt man kühn eine Hand ins Wasser des Schwarzen Flusses, des Rio Negro, perlt es einem lauwarm und gischtig bräunlich durch die Finger. Das Wasser ist körperwarm, oder wie die Kinder sagen: Pipi-warm! Transparent-bräunlich wie verdünnte Coca-Cola oder starker Schwarztee, von einzelnen, um Grade kühleren Strömen durchzogen - Schwarzwasser sind etwas gewöhnungsbedürftig. Die Wasser des Rios Negros, er trägt das Schwarz gar im Namen, sind dank vieler zersetzter Pflanzensedimente sehr alkalihaltig und deshalb fast moskitofrei und transparent. Überall sieht man bis auf den weichen, strahlend hellen, staubfeinen Sandgrund. In diesen geologisch sehr alten Flussbetten verbirgt sich auch die Erklärung für seine Transparenz. Er gibt ganz einfach keine Erde oder Sedimente mehr zum Mitschwemmen, die die Wasser undurchsichtig machen würden. Auch der Rio Negro ist ein Gigant. Er gehört zu den drei größten Flüssen der Erde. Allein durch sein Bett fließt mehr Wasser, als durch alle europäischen Flüsse zusammen. Sein Wasserstand schwankt, je nach Jahreszeit kann er zwischen 9 und 12 Metern ansteigen oder wieder fallen. In Manaus musste deshalb extra eine schwimmende Hafenanlage entwickelt werden, die beim Ansteigen und Sinken der Wasser sozusagen mitschwimmt.


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