16 Strahlend weißer Sand – türkisfarbene Wasser – die Hell- oder Falbwasserflüsse
Wie immer erschrecken, schocken die absolut unverhältnismäßigen
Proportionen: Ein blechernes Winzboot wird die endlosen Wasser des Grünen Sees,
ein Seitenarm des Tapajós, durchqueren. Seine Ufer scheinen kilometerweit weg.
Aber hier im Amazonas, auf dem smaragdgrünen Tapajós sind die wirklichen Wege
Wasserwege. Endlos und gleichförmig ziehen die fernen Ufer vorbei, schon ist
die erste Landzunge umfahren. Wasser, endlos viel Wasser überall. Der Fahrer
hält sich, wie alle Schiffer, in relativer Ufernähe. Da ist die Strömung
schwächer. Unvergesslich, geradezu magisch sind hier die Sonnenaufgänge.
Überraschend plötzlich schimmert die Klinge des Horizontes rosa auf. In
Minutenschnelle schiebt sich eine goldene Münze, der strahlendgüldene Sonneball
dahinter hoch. Taucht den metallenen Bug des Schiffes in weiches Licht.
Gefallene Baumriesen heben sich noch gespenstig-malerisch gegen die dichtgrünen
Ufer und die fast weißen Sandstände ab. Die liegen jetzt im Januar fast ganz
frei. Die Wasser haben ihren Tiefststand erreicht. Bis August werden sie wieder
ansteigen, nie weiß man genau wie hoch, aber der Unterschied zwischen Hoch- und Niederwasser ist beträchtlich, kann 10,15
Meter ausmachen.





Nenhum comentário:
Postar um comentário