segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

16 Strahlendweißer Sand – türkisfarbene Wasser – die Hell- oder Falbwasserflüsse



















16 Strahlend weißer Sand – türkisfarbene Wasser – die Hell- oder Falbwasserflüsse

Wie immer erschrecken, schocken die absolut unverhältnismäßigen Proportionen: Ein blechernes Winzboot wird die endlosen Wasser des Grünen Sees, ein Seitenarm des Tapajós, durchqueren. Seine Ufer scheinen kilometerweit weg. Aber hier im Amazonas, auf dem smaragdgrünen Tapajós sind die wirklichen Wege Wasserwege. Endlos und gleichförmig ziehen die fernen Ufer vorbei, schon ist die erste Landzunge umfahren. Wasser, endlos viel Wasser überall. Der Fahrer hält sich, wie alle Schiffer, in relativer Ufernähe. Da ist die Strömung schwächer. Unvergesslich, geradezu magisch sind hier die Sonnenaufgänge. Überraschend plötzlich schimmert die Klinge des Horizontes rosa auf. In Minutenschnelle schiebt sich eine goldene Münze, der strahlendgüldene Sonneball dahinter hoch. Taucht den metallenen Bug des Schiffes in weiches Licht. Gefallene Baumriesen heben sich noch gespenstig-malerisch gegen die dichtgrünen Ufer und die fast weißen Sandstände ab. Die liegen jetzt im Januar fast ganz frei. Die Wasser haben ihren Tiefststand erreicht. Bis August werden sie wieder ansteigen, nie weiß man genau wie hoch, aber der Unterschied zwischen Hoch- und Niederwasser ist beträchtlich, kann 10,15 Meter ausmachen.


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