segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

5 Soja oder Paranussbaum? - Von der Zerstörung













5 Soja oder Paranussbaum? - Von der Zerstörung


Ihre Majestät erhebt sich, hoch und stolz aufgerichtet, eine Einzelgängerin, purer Anachronismus, am Rand des Weges. Jeder kennt sie: Es ist eine Kastanie, ein Paranussbaum (Bertholletia excelsa). Sie ist auch in geschlossenen Urwaldgebieten eine Einzelgängerin, ihr Stamm erreicht einen Durchmesser von 1-2 m. Hier inmitten der Sojapflanzungen braucht ihre Majestät den ewigen Kampf um Sonne und Nahrung nicht mehr zu kämpfen, sie steht allein. Paranussbäume sind ihrer ökonomischen Bedeutung wegen, ein Widerspruch, seit 1994 durch staatliches Gesetz, vor dem Fällen geschützt. Das aber rettet sie nicht. In den Fortpflanzungskreislauf der Paranussbäume ist eine hoch spezialisierte Biene involviert. Nur dem Bienenweibchen gelingt es, sich ins Innere der kugelförmigen Blüte zu zwängen und sie zu bestäuben. Sie fliegt an einem Tag bis zu 20 km weit. Die männliche Biene allerdings verschmäht Paranussbäume, ernährt sich einzig und allein von einer spezifischen Art Orchideen. Wenn sie die befruchtet, liefert ihr die Orchidee einen aromatischen Nektar, der wiederum weibliche Bienen anzieht. Holzt man nun, wie hier, den Regenwald weg, stockt der ewige Zyklus, das Schutzgesetz annulliert sich selbst und die Kastanie stirbt. 

Nenhum comentário:

Postar um comentário