segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

36 Belém, Museum Goeldi















36 Belém, Museum Goeldi

Hier im vom Schweizer Naturforscher und Naturalisten Emil Goeldi 1893 installierten Museum mit renommierter Forschungsstation, das heute seinen Namen trägt, kann man ein weiteres Puzzlestück Amazonas genießen. Ganz Belle Époque ist der Park, bis heute sehr beliebt bei den Einwohnern. Die Ausstellungen in den verschiedenen Museen zeigen ein interessantes Panorama der Natur- und Lokalgeschichte und werden durch die laufenden Forschungen mit Schwerpunkt Amazonas immer aktualisiert. In seiner wunderschön kühlen Parkanlage trifft man einen faszinierenden Teil des amazonischen Pflanzenreichtums, sozusagen en Miniatur. Auch lauschige Teiche und ein Riesenbambus fehlen nicht. Dazwischen befinden sich die Gehege und Becken für ein paar Wildtiere, Zitteraale, Stachelrochen, Krokodiele und natürlich die unterschiedlichsten Schildkröten, bis heute so begehrt für den Kochtopf. Allerdings ist auch der Gitterkäfig der Onça, eine wilde, furchterregende Raubkatze, der brasilianischer Panther, noch ganz altmodisch aus Beton. Onças stehen für ein anderes, ein archaisches Brasilien. Ein Farmer aus den tiefen Tiefsten des unzugänglichen Regenwaldes erzählt: - „Mensch, hatte ich eine Wut auf sie. Befahl, sie zu fangen, zu töten und aus ihr ein Ragout zu kochen! Mensch, war die zäh! Hat überhaupt nicht geschmeckt!“ – Sie war nichts anderes als eine wunderschöne „Onça“, ein getigerter oder schwarzer Panther! Der Hass des Farmers ging so weit, dass er sich den übermächtigen Feind sozusagen einzuverleiben musste. Heute erzählt er im leichtesten Gesprächston davon am bestens gedeckten Tisch. Er ist kein primitiver oder einfacher Mann, nein, ein reicher Großgrundbesitzer – der die ach so clevere Raubkatze, sie dachte, dass er sein Vieh ganz allein für sie hielte, nicht nur töten ließ, sondern auch gleich verspeisen musste, um seine Wut auszukühlen. Ein Schimmer des anderen, wilden Amazonas.

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