Des hautnahen Kontaktes mit der Natur wegen im Amazonas? Nichts
leichter als das. Eine Vielzahl mehr oder weniger niedlicher kriechender und
fliegender Zimmergefährten ist im Angebot eingeschlossen. Mücken, Käfer,
Kackerlacken, Spinnen, Ameisen, Gottesanbeterinnen und Frösche hüpfen einem
immer wieder ungefragt und ungeladen in Küche, Bad oder Hotelzimmer. Stechmücken
mögen nichts lieber als ganz frisches, sozusagen neues, gar importiertes Blut. Über
die anderen Tierarten des Amazonas gibt eine offizielle
Karte aufschlussreich Auskunft: Es gibt hier viele Arten von Affen. Sie machen
sich vor allem durch ihr an- und abschwellendes Gebrüll, auch mitten in der
Nacht, bemerkbar. Faultiere sind da schon zivilisationsangepasster. Manche
Stadt im Hinterland hält sich auf dem zentralen Platz ein Faultier, das hoch
oben seine unendlich langsamen Bewegungen zelebriert. Von den imponierend
runzlighöckrigen Krokodielen oder den kleineren Kaimanen sieht man nicht viel
mehr als zwei unbewegte Augenpaare unter wulstig aufgeworfenen, ledrigstarren
Augenbrauen. Tief eingegrabene Nasenlöcher und ein Stück Schnauze ragen wie ein
Stück Holz aus dem Wasser. Nur die „Caboclos“,
die bitterarmen Flussbewohner, haben schon gehört, gar selbst gesehen oder
wenigstens aus zuverlässiger Quelle erfahren, wie eines dieser Schreckenstiere,
vielleicht war es auch eine Riesenschlange, ein Kind, einen Hund, verschlungen,
zerdrückt hat, schauerlich, konnte gerade noch oder leider, leider nicht mehr gerettet
werden. Nur um die, für die Touristen normalerweise perfekt unsichtbaren,
Jaguare und Pumas ranken sich noch mehr Mythen und Aberglauben. Einfacher sind
da die zwar auch äußerst scheuen Wasserschildkröten. Lassen sich bei der
kleinsten Bewegung von ihrem Sonnenplatz sofort ins Wasser platschen. Blau und
rot gefiederten Papageien und die wunderschönen Tukane, deren Schnäbeln und
Federkleid in den unterschiedlichsten Farben leuchten, kann man mit sehr viel
Glück wirklich wild sehen.












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