segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

19 Kriechen, summen und krabbeln – von der immergegenwärtigen Fauna



























19 Kriechen, summen und krabbeln – von der immergegenwärtigen Fauna


Des hautnahen Kontaktes mit der Natur wegen im Amazonas? Nichts leichter als das. Eine Vielzahl mehr oder weniger niedlicher kriechender und fliegender Zimmergefährten ist im Angebot eingeschlossen. Mücken, Käfer, Kackerlacken, Spinnen, Ameisen, Gottesanbeterinnen und Frösche hüpfen einem immer wieder ungefragt und ungeladen in Küche, Bad oder Hotelzimmer. Stechmücken mögen nichts lieber als ganz frisches, sozusagen neues, gar importiertes Blut. Über die anderen Tierarten des Amazonas gibt eine offizielle Karte aufschlussreich Auskunft: Es gibt hier viele Arten von Affen. Sie machen sich vor allem durch ihr an- und abschwellendes Gebrüll, auch mitten in der Nacht, bemerkbar. Faultiere sind da schon zivilisationsangepasster. Manche Stadt im Hinterland hält sich auf dem zentralen Platz ein Faultier, das hoch oben seine unendlich langsamen Bewegungen zelebriert. Von den imponierend runzlighöckrigen Krokodielen oder den kleineren Kaimanen sieht man nicht viel mehr als zwei unbewegte Augenpaare unter wulstig aufgeworfenen, ledrigstarren Augenbrauen. Tief eingegrabene Nasenlöcher und ein Stück Schnauze ragen wie ein Stück Holz aus dem Wasser. Nur die „Caboclos“, die bitterarmen Flussbewohner, haben schon gehört, gar selbst gesehen oder wenigstens aus zuverlässiger Quelle erfahren, wie eines dieser Schreckenstiere, vielleicht war es auch eine Riesenschlange, ein Kind, einen Hund, verschlungen, zerdrückt hat, schauerlich, konnte gerade noch oder leider, leider nicht mehr gerettet werden. Nur um die, für die Touristen normalerweise perfekt unsichtbaren, Jaguare und Pumas ranken sich noch mehr Mythen und Aberglauben. Einfacher sind da die zwar auch äußerst scheuen Wasserschildkröten. Lassen sich bei der kleinsten Bewegung von ihrem Sonnenplatz sofort ins Wasser platschen. Blau und rot gefiederten Papageien und die wunderschönen Tukane, deren Schnäbeln und Federkleid in den unterschiedlichsten Farben leuchten, kann man mit sehr viel Glück wirklich wild sehen. 


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