sábado, 4 de fevereiro de 2012

39 Junifeste zu Ehren von San Antônio und São João















39 San Antônio Festa Junina São João

Im Juli, um den Tag des heiligen São João füllten sich ehemals, wie von Zauberhand, die Straßen mit ambulanten Verkäufern. Sie boten büschelweise, - „Cheiro cheiroso! Cheiro cheiroso!” (Duftender Duft!) - all das an, was gut roch, den bösen Blick abhielt und gute Geister anzog: Rosmarin, Lavendel, Patschuli, „Priprioca“, „Casca Preciosa“, Myrrhe und „Catinga de Mulata“. Keiner weiß mehr so genau, welche Düfte lokal sind und welche übers Meer hierher fanden, auf ihrem langen Weg köstlich verfaulten, wie das Patschuli mit seinen schimmligen Noten. Jeder und jede Familie hatte seine Rezepte, die neben den Wohlgerüchen auch eine Portion Magie einschlossen. So unterzog sich die ganze Dynastie, von der Urgroßmutter bis zum Baby dem Ritual des „Banho de cheiro“, des kollektiven oder individuellen Duftbades, manche füllten einfach das Schwimmbad, um daraus gereinigt, gestärkt und mit geschlossenen Körpern hervorzusteigen. Auch die Häuser wurden mit diesen Duftwässern gewaschen. Zu wohlriechenden Büscheln gebundene Zweige versprengten das Wasser vom Innern des Hauses den weit geöffneten Türen zu, damit die bösen Geister erschreckt hinaus gesprengt wurden. Bis heute hat sich die Tradition der Junifeste gehalten, wenn auch deutlich modifiziert und modernisiert. In manchen Städten oder Dörfern ist es die Nachbarschaft, die zusammen feiert, aber in anderen gibt es einen richtigen Wettbewerb. Darum nämlich, wer die beste Quadrilha tanzt. Unbedingt mit dazu gehören die traditionellen Speisen.


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