segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

33 Belém im Glanz der Jesuiten







33 Belém im Glanz der Jesuiten

Der majestätisch, hochelegante Gebäudekomplex, das Kolleg der Jesuiten, heute Sitz des Archenbischofs fasziniert. Der Gebäudekomplex zählt zu den repräsentativsten und ausdrucksstärksten der brasilianischen Kolonialarchitektur. Das von den Jesuiten erbaute Gebäude, dessen Barrock deutlich tropische Züge trägt, überzeugt durch seine einfachklaren Linien, die von der stupenden Effizienz und dem guten Geschmack der Jesuiten zeugen. Der Jesuitenorden war auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. War eine straff organisierte Christianisierungs- und Handelsfirma. Wie stark die Kontrolle war, zeigt, dass die Baupläne aller jesuitischen Kirchen auf der ganzen Welt, ob sie nun in Japan, oder im brasilianischen Amazonas errichtet wurden, von der Zentrale in Rom genehmigt werden mussten. Und das vor 300 Jahren, als Belém nur mit dem Schiff zugänglich war. Die beeindruckende 1719 fertiggestellte Kirche Santo Alexandre gleich daneben bestätigt den repräsentativen Sinn der Jesuiten. Sie beherbergt heute das wunderschöne „Museu de Arte Sacra“. Es ist wohl eines der schönsten Brasiliens, mit über 300 Ausstellungstücken barocker Kirchenkunst. Ein anderer Teil beherbergt das liebevoll ausgestattete Museum des Círios. Auf der gegenüberliegenden Seite schließt die Matriz den alten Stadtkern ab. Die üppig-barrocke Fassade endlich hochweiß gekalkt und nicht mehr vom hochkriechenden Schimmel, Wasser und anderen Infiltrationen zerfressen - die schon so lange angekündigten Restaurierungsarbeiten haben endlich begonnen!

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