sábado, 4 de fevereiro de 2012

46 Im verschwenderischen Überfluss: Fische











46 Im verschwenderischen Überfluss: Fische

Wie wär´s mit einer „Caldeirada“, der traditionellen Fischsuppe? Vielleicht mit frischestem „Filhote“ oder „Tucunaré“, zwei der geschätztesten Fische, in riesige, dicke, fast grätenlose Filetstücke geschnitten? Zusammen mit einer Handvoll Süßwasserkrabben in einer leckeren Brühe, in der neben Tomaten, Kartoffeln und anderen Gemüsen hart gekochte Eier nicht fehlen dürfen, gargezogen. Aber das ist nur eine Kostprobe - es gibt mehr als 1.200 Arten essbare Fische im Amazonas! Mag der eine lieber fette, setzt der andere auf magerere Fische, oder gar solche mit stark orangefarbenem Fleisch. Die Farbe kommt von den Nüssen und anderen Baumfrüchten, die dem Pflanzenfresser sozusagen ins Fischmaul fallen. Andere Fische sind Räuber, würden bei Gelegenheit gar Menschen fressen, was sie für einige Leute zum Tabu werden lässt. Manche mögen ihren Fisch grilliert, andere frittiert, schwimmend in der Suppe oder im „Tucupí“ durchgezogen.Wie wäre es mit „Pirarucú“, dem Amazonischen Bacalhão (Stockfisch)? Jedem Feinschmecker, der schon die Ehre hatte, dürften schon allein beim Lesen die Speicheldrüsen angeregt worden sein. Der „Pirarucu“, ein Riesenfisch, heute unter Schutz gestellt, ist ein weiteres kulinarisches Heiligtum. Er kann, kein Fischerlatein, mehr als drei Meter lang werden, und erreicht eineinhalb Meter Umfang. Oft wird er, in lange Streifen geschnitten, eingesalzen und so verkauft. 

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