segunda-feira, 13 de fevereiro de 2012

24 Eine schwangere Madonna und verblichener Belle Époque-Glanz: Mosqueiro










24 Eine schwangere Madonna und verblichener Belle Époque-Glanz: Mosqueiro

Sie ist wohl eine der wenigen Madonnen, die sich so sichtbar, so geoutet schwanger bekennt. Ihre wunderbar plastische Statue steht in Mosqueiro, irden, volksnah, wundersam greifbar. Der Archipel Mosqueiro, er setzt sich aus 35 auf ca. 220 k verteilten Inseln zusammen, wurde Ende des 19.Jahrhunderts mitten im Kautschukboom von jenen reichen Ausländern entdeckt, die der Gummi und andere Güter hierher gelockt hatten. Bis heute ist Mosqueiro der „Strand“ Beléms. An den lang gezogenen Flussbänken, mit ihrem zwar trüben, aber süßen Wasser, bauten die Lochards, Ponteds, Smiths, Uptons, Kaulfuss und Arouchs, die im Privatboot ankamen, ihre Wochenendhäuser. Bald folgten ihnen die vermögenderen Familien Beléms und bauten immer mehr Chalés und Bungalows aus „Acapú“, einem lokalen Holz. Alle im eklektischen und modernistischen Stil, an den Chalés der Schweizer Alpen inspiriert. Typisch ist das reich geschnitzte Filigran im besten Zuckerbäckerstil, gar dem Hexenhaus von Hänsel und Gretel abgeschaut. Leider haben nur wenige bis heute überlebt. So wie das Hotel zum Leuchtturm. Der Leuchtturm signalisiert schon lange nicht mehr, aber das Hotel, eine Mischung aus Hochalpensanatorium und bayrischer Pension bedient bis heute seine Gäste.



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