47 Früchtesegen höchst exotisch
Das Riesenbüschel kurzer, dicker
Langbananen, fast unterarmlang und sichelförmig, werben für sich selbst.
Genauso wie die Riesentrauben Pupunhas, eine Palmfrucht. Die starkfarbenen
Kokosnüsschen sind kirsch- bis pflaumengroß. Man isst sie gekocht. Ihr
Geschmack erinnert von ferne an Kartoffeln. Der Verkäufer empfiehlt die hier:
„Die hat schon irgendein Vogel angepickt. Die cleveren Viecher suchen sich
immer die Besten aus!“ Gleich danach beißt einem schwer und exotisch, fruchtig säuerlich,
deliziös-penetrant der Geschmack-Geruch von Cupuaçu in die Nase. Die
Verkäuferin sitzt im Schneidersitz auf einem wackligen Podest. Schneidet mit
einer Schere weißes Fruchtfleisch von den Kernen. Das unvergleichliche Parfüm der Frucht übersteht alle Verarbeitunsprozesse
unverändert. Jeder Schluck oder Bissen, Saft oder Süßspeise daraus zubereitet,
beschenken einem mit dem Parfüm, so als ob ich auch die Nase mitäße. Genauso intensiv
sauer-fruchtig schmecken „Araçás“. Sie
stammen aus der Familie der Guaven, sind aber noch kaum domestiziert und so leicht
verderblich, dass es sich nicht lohnt, sie auf den Markt zu verkaufen.
Fantastisch auch die orangengroße, eidottergelbe und pfirsichhäutige Schwester
mit dem vollmundigen Namen „Araçá da
Califórnia“. Lokale Eisdielen sind eine unerschöpfliche Quelle um Früchte
zu genießen. Je saisonaler und regionaler um so besser. „Açaí“, „Cupuaçu“, „Taperebá“,
„Uxi“, „Graviola“, „Bacuri“, „Sapotilha“, „Jaca“ und „Buriti“ muss man einfach versucht haben!
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