sábado, 4 de fevereiro de 2012

45 Musik und Tanz im Rhythmus des Carimbós









45 Musik und Tanz im Rhythmus des Carimbós

Carimbó, unverbraucht original und lüpfig, heißt die Volksmusik und der Tanz aus dem Bundesstaat Pará. Carimbó besingt mit sehr viel Humor und hillarischen Texten das Alltagslandleben. Es gibt ein Lied über den „Piolho“, die Laus. Das nächste ist über Inesens Ziegenbock und ein anderes über ein gestandenes, sozusagen in die Jahre gekommenes Krokodil. Was für eine skurrile Welt, in der auch der ins Gemüsebeet verirrte Aasgeier nicht fehlt! Die raue, ungekünstelte Stimme Verequetes, des Carimbó-Altmeisters schallt aus dem Lautsprecher, lässt keinen verschnaufen, weiter und weiter zieht er in atemlosem Rhythmus den Bogen eines neuen Liedes. Verequetes, einer der Kreateure und Pioniere des Carimbós, wird bis heute bewundert und referenziert. Keinem anderen gelingt es, die Verse so kunstvoll zu zerkauen, genießerisch mit den Zähnen im Rhythmus zu zermahlen. Alles wird Musik, liefert kuriosen Anstoß zu einem höchst mitreißenden Lied, im charakteristisch schnellen Rhythmus, der Alt und Jung buchstäblich nach zwei Minuten von den wackligen Klappstühlen reißt. Schon klatschen die bloßen Füße der lokalen Schönheiten den Takt auf den nackten Boden. Ihre grellbunten Blumenröcke aus preiswerter Baumwollchita zeichnen wilde Kreise in die Luft, die schlanken Armpaare fliegen. Ihre männlichen Tanzpartner drehen und wenden sich, einmal nach vorne, dann wieder zurück. Ein einziges Vibrieren und Schütteln, das nicht nur die bloßen Oberkörper der Vortänzer sogleich in Schweiß badet.

Nenhum comentário:

Postar um comentário