sábado, 4 de fevereiro de 2012

40 Prozession der Fischer zu Ehren von São Pedro, Santarém













40 Prozession der Fischer zu Ehren von São Pedro, Santarém

Endlich legt die Manelito II ab. Langsam formiert sich in ihrem Bauch der Chor der Sänger und Sängerinnen, alle Fischer, Mitglieder der Fischerkooperative Z 20. Schon legt eines der Saxofone klagend los, die Trompete fällt ein. Die Trommel und die mächtige Pauke schlagen den Takt. Frei schwingt sich die ungebildete Stimme über die keine Menschenmenge. Singt ab Blatt eines der vielen Lieder zu Ehren des Schutzpatrons São Pedro, des heiligen Petrus, dessen Tag, den 29. Juni, sie heute feiern. Die Prozession zu Wasser wird von der Manelito angeführt. Bedächtig nur, zögerlich bekommt der Umzug mehr Körper, mehr Substanz. Zum Schluss fahren im Kielwasser der Manelito II mehr als 60 weiße, blau abgesetzte Schiffe, Boote und Bötchen, die meisten festlich mit farbigen Girlanden geschmückt. In weitem Bogen geht es im Konvoi den Kais entlang, dann hinaus auf den Fluss, breit wie ein Meer. Alle folgen sie der kleinen, holzgeschnitzten Heiligenfigur, nach einigem hin und her ganz oben aufs Dach des Oberdecks der Manelito buxiert. Die Tage des heiligen Petrus scheinen gezählt. Aber noch sind sie dabei, die São Pedro II, die Luara I und die Malouvida genauso wie die Veloso, die Aliança II und auch die Hafenfeuerwehr. Soeben fahren wir an der Fischerkolonie vorbei, wo von einer riesigen Treppe aus viele bunt gewandete Menschen herüberwinken. Schon im abendlichen Kupferlicht zieht dann die Prozession zur Kirche zur abschließenden Messe. Hin und wieder löst sich einer, kniet nieder, küsst das Satinband vom Saum der Heiligenfigur, geht wieder in der Menge auf. Alle lauschen sie andächtig den aufbauenden Worten des vollständig versammelten lokalen Klerus. 

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